Sie - meine erste Geschichte

SIE

Es ist September.
Bald – in einem Monat schon hat sie Geburtstag. Bald – dann wird sie Anrufe bekommen und ihre Freunde und Familie aus dem fernen Land singen hören. Sie wird die Hälfte des anderssprachigen Liedes verstehen und „Danke“ in das Telefon antworten, dann schweigen - sie ist schüchtern. Sie schämt sich. Sie ist klein.

Doch ich erzähle nun über eines der Ereignisse, das geschehen ist, nicht ihretwegen sondern wegen ihres Schicksales.

Sie liegt in ihrem Bett. Wir sitzen am Bettrand, stehen an der Bettkante und hocken neben dem Bett. Sie hat Tränen im Gesicht, ihre Mutter auch. Ihr Vater tröstet einerseits die Mutter, anderseits sich selbst. Ich – Ich halte ihre Hand, lächele, blicke zu den Eltern.
Sie tun mir leid. Ich tue mir leid. Doch am meisten tut das Kind mir leid.

Alles was passiert war, war selbstverständlich unfair. Sie hatte das keineswegs verdient. Sie, so zerbrechlich. So jung. So unschuldig.
Nie hatte sie Jemanden gekränkt. Ich könnte so viele Geschichten über sie erzählen, wo du dann Schmunzeln müsstest.
Doch wenn du sie jetzt sehen würdest, schenkest du ihr dein Beileid. Das tat jeder. Die, die sie kannten schätzten sie Wert und meinten, sie solle stark bleiben. Sie, sie brauche nicht traurig sein. Es würde heilen. Es würde enden.
„Doch so sieht es nicht aus, sagten die Doktoren. Sie sagten Es tut und leid aber…“. Sie sagten Dinge, die wir nicht hören, die wir nicht realisieren konnten.
Es solle bitte nur ein Traum sein, ein Albtraum. – Aber nein, das war es nicht. Vergeblich.

„Wir lieben dich, schön dass du wieder da bist“, sagte der Vater. Er hielt etwas großes Eingepacktes hinter seinem Rücken. „Für dich, mein Liebling“. Sie lächelte, ihre Augen auf dem Geschenk. Die Mutter strich über ihr Kopf während sie es – noch immer im Bett liegend – auspackte. Es war eine halb echte Puppe. Die Puppe konnte trinken und das Getrunkene ausscheiden. Sie, das nun lächelnde Kindchen, gab ihr was zu trinken. Sie sagte: „Damit du weiterhin gesund bist und nicht krank wirst, wie ich.“ Der Mutter liefen wieder Tränen über ihr Gesicht. Sie liebte ihr Kind doch so.

Ich kam herein. Ich hatte warme Suppe für sie gekocht und goss diese für sie in eine Schüssel. „Und das, damit du gesund wirst wie dein Püppchen, Liebes.“ Die Mutter übernahm das Füttern, und ich bekam das Püppchen auf meinen Schoß. Als sie die Suppe halb leer trank, spürte ich etwas Feuchtes auf meinem Schoß. Ich ignorierte es zunächst, doch es machte sich bemerkbar und wurde zu einem riesigen Fleck auf meinem Schoß. Ich schrie. Das Püppchen war dabei, Flüssiges auszuscheiden.

Und jetzt, zum ersten mal nach ihren Krankenhausbesuchen und Operationen, jetzt endlich lachte sie wieder laut.
Ich war erleichtert, überrascht, losgelöst von meinen Besorgnissen.
Ich war glücklich.
Wir fingen alle an zu lachen.
Sie, meine Eltern und
sie, meine geliebte Schwester.


Ich bitte euch, mir zu sagen, wie es euch gefällt, denn das ist mein erster Text und ich weiß nicht, ob es überhaupt "gut" ist.
Danke.

Kommentare:

  1. Ich hab dich geaddet.. Nur damit du dich nicht wunderst, meine E-mailadresse lautet: miss.greenforrest@live.de :)

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  2. Anonym19:43

    sehr emotional geschrieben, fürn anfang nicht schlecht :D
    aber suppen isst man, auch wenn sie flüssig sind ;D


    kevin

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  3. Anonym20:08

    Ouuh! Essi.
    Ich finds ziemlich gut.
    Kommt nicht so rüber als sei es dein erster Text...
    :D

    ''Daumen hoch!''

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  4. Wirklich gut geschrieben ;)
    Wie kamst du auf die Geschichte?

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  5. Die Geschichte ist wahr.
    Ich habe mich nur erinnert, erinnert an das, was passiert war.

    DANKE ALLEN ANDEREN!

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  6. Ich find klassen.
    Ich habe ehrlich zu Beginn gedacht, dass es nur ein kopierter Text ist, den du uns zeigen wolltest :D
    So gut ist der.

    http://nonxplusxultra.blogspot.com/

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  7. Der Text ist wirklich gut und richtig anrührend. Wenn man den Schluss liest wird man richtig wehmütig...
    Bravo!

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  8. Anonym21:00

    wow, das ist klasse!!

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  9. Echt gut! Du solltest mehr schreiben! :)

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  10. Anonym18:35

    nimms mir bitte nicht übel, aber es ist nicht so gut. aber für den Anfang schon mal nicht schlecht. mach aufjedenfall weiter, mit jeder Geschichte wirst du Stück für Stück besser. und konstruktive Kritik sollte jedem Schreiberling helfen ;)

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  11. Anonym21:59

    tut mir leid, aber mir gefällt der text nicht.
    ich finde er ist nicht wirklich lyrisch sondern ohne gefühl, ein bisschen wanna be.
    schreib noch einen kürzeren text! hoffentlich wird er besser :)

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  12. ich finde das richtig gut, bring gefühle rüber und macht nachdenklich.
    ;)
    http://everydreamahappyending.blogspot.com/

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